Afghaneninfo
Herkunft & Geschichte
Größe: Rüde 68-74 cm, Hündin 63-69 cm
Gewicht: Weibliches Geschlecht: ca. 24–30 kg, Männliches Geschlecht: ca. 26–34 kg
Fell: lang und seidig, im Gesicht und am Sattel entlang des Rückens kurz und dicht
Farbe: alle Farben erlaubt
Lebenserwartung: 12 bis 14 Jahre
FCI Gruppe 10, Sektion 1 Langhaarige Windhunde
Windhunde werden nicht bewusst "dünn" gehalten, ein gesunder Windhund wird von seinen natürlichen Anlagen her nicht dick!
Herkunft
Der Afghanische Windhund ist eine sehr alte Rasse, die aus dem Hochland des Hindukusch stammt. Seine Vorfahren wurden bereits 4000 v. Chr. von afghanischen Nomaden gezüchtet. In ihrem Heimatland wurde diese Rasse hoch geschätzt und als eine Art Kostbarkeit angesehen. Das beruht vor allem darauf, dass die Afghanischen Windhunde als Jagdhunde das Überleben der Nomaden in den kargen Berglandschaften sicherten. Erste Exemplare wurden von britischen Soldaten nach Europa geschmuggelt, wo der Typ des Bergafghanen 1925 als offizielle Rasse anerkannt wurde. Ab diesem Zeitpunkt zeichnete sich eine Entwicklung vom reinen Jagdhund zum Ausstellungstier ab, die sich auch in den Änderungen des Standards widerspiegelten.

Die ersten Afghanischen Windhunde, die man in Europa zeigte, waren Diebesgut, sie wurden illegal aus dem Land geschmuggelt. Weil man sie in Afghanistan als ausgesprochen kostbar und eine Art Kulturgut ansieht, war die Ausfuhr der Welpen lange Zeit verboten.
Früher gab es zwei Typen von den Afghanen, den Gebirges - Afghanen aus dem Zwinger „Ghazni“ und den Steppen - Afghane vom Zwinger „ Bell-Murrays“. Die Bell-Murrays - Afghanen hatten einen längeren Rücken,einen feineren Kopf, eine feinere und spärlichere Behaarung während die Ghazni – Hunde stämmiger und dichter behaart waren und auch einen kräftigeren Kopf hatten. Bis heute jedoch gibt es keine Bestätigung, welcher Typ der korrekte ist. Beide Typen habe ihre Vorzüge. Heute sind beide Typen mit einander vermischt, da die Züchter beide Typen in ihre Zuchtlinie einfließen lassen haben. Es werden immer wieder Welpen geboren die eine offensichtliche Ähnlichkeit entweder mit der Bell-Murray - oder Ghazni- Zucht zeigen.
Bell-Murrays- Afghanen Ghazni - Afghane
In den weiteren Jahrzehnten entwickelte sich der Standard vom einstigen Jagdhund immer mehr in Richtung Ausstellungstier. Das Haarkleid wurde länger und voller, so dass diese Hunde auf der Rennbahn keinen Erfolg mehr hatten. Dadurch gibt es unterschiedliche Zuchtlinien für die Präsentation auf Ausstellungen und die Verwendung auf der Rennbahn. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden besteht hauptsächlich in der Behaarung, die beim Rennafghanen deutlich kürzer ist. Besonders üppige und lange Behaarung zeigen Ausstellungshunde aus. Durch die Spezialisierung der Zucht auf Erfolge bei Windhunderenne oder bei Ausstellungen entstehen so sehr unterschiedliche Typen vom Afghanischen Windhund, der Rennafghane und der reine Showafghane. Es gibt aber auch eigene Bewertungskategorien, bei denen die Erfolge von Ausstellung und Rennbahn zusammengefasst werden, daraus er gibt sich dann der Schönheit - und Leistungssieger
Gelegentlich findet er auch heutzutage noch bei der Jagd Verwendung, aber die Funktion als Begleithund für Liebhaber der Rasse rückt immer mehr in den Vordergrund. Seinem Bewegungsdrang kann man gut mit der Windhunderennbahn oder beim Coursing gerecht werden. Der Afghane ist kein "Dauerläufer" - es reicht durchaus wenn man ihn alle 2 Wochen mal auf der Rennbahn austoben lässt um den Jagdinstinkt zu befriedigen - denken doch die meisten Menschen, dass man täglich kilometerlange Spaziergänge machen muss mit dieser Rasse. Es reichen ganz "normale" Spaziergänge vollkommen aus und ab und zu gönnt man dem Hund dann eben wieder volle Power, dafür eignen sich auch eingezäunte Freilaufflächen.
Der Afghanische Windhund ist ein stolzer, mutiger und sensibler Hund, der sich ein hohes Maß an Selbstständigkeit bewahrt hat. Innerhalb von Haus und Garten zeigt er in der Regel ein Windhund typisches Verhalten. Er ist ruhig, sanft und unauffällig. Was auch ganz angenehm ist im Haus, dass die Afghanen kaum Haare verlieren. Obwohl er äußerst wachsam ist, besitzt er keinen Schutztrieb und neigt auch nicht zum Kläffen.
Afghane der dümmste Hund der Welt ..........
Wer kennt sie nicht, diese Information die man bekommt wenn man sich über diese Rasse erkundigt. Sie sind nicht lernfähig, sie haben keine Intelligenz, alles Schwachsinn. Sie sind unabhängig, haben Eigenverantwortung und sind selbstsicher, was bei vielen anderen Rassen schon verloren ging. Sie lernen gleich wie andere Rassen auch die Grundkommandos, Sitz, Platz, bei Fuß, nur sieht sich der Afghane als Partner zu seinem Menschen und nicht als Sklave - er verträgt keinen 0815 Gehorsam. Sie sind sehr intelligent, nur das wird von den Leuten die noch nie mit einen Afghanen zusammen gelebt haben falsch interpretiert.
Will man einen Unterwürfigen Hund den man seinen Willen aufzwingen will, dann ist der Afghane die falsche Rasse.
Wer aber einen Hund sucht mit stolzer Persönlichkeit und sein zurückhaltendes, zärtliches, empfindsames Wesen liebt, für den ist der Afghane ein toller Gefährte und Partner. Er liebt den engen Kontakt zu seinem Menschen und nur so kann er sich entfalten.
Wussten Sie das?
Afghanen sind auch als die Duftenden “ Hunde“ bekannt. Dieses Bemerkenswerte Phänomen tritt sehr selten auf und wird angeblich durch die Produktion eines Moschus ähnlichen Duftstoffes, der unter den Ohren zu riechen ist, verursacht. Afghanen riechen nicht unangenehm „nach Hund“ und wenn Sie nass sind, riechen sie nach nasser Wolle.
Pflege
Die Fellpflege soll die Schönheit des Hundes zur Geltung bringen und dient auch der Gesundheit und dem Wohlbefinden!
Was vor der Anschaffung zu bedenken ist: Der Afghane kommt aufgrund seiner langen, seidigen Haarbracht nicht ohne Pflege aus. Regelmäßiges Bürsten und Kämmen, je nach Fellbeschaffenheit, sollte ein bis zweimal in der Woche gemacht werden. Auch sollte er regelmäßig gebadet werden. Aussteller baden ihre Hunde alle 2 bis 3 Wochen, ich selber bade meine Hündin alle 4 bis 6 Wochen, was ausreichend ist, wenn man nicht auf Ausstellung geht. Das alles sollte man einen Afghane von klein an angewöhnen, dann wird er diese Fellpflege immer als angenehm empfinden. Die Fellpflege hört sich aufwendiger an als es ist.
Das Bürsten dient dazu, dass kein Filz entsteht und um Staub, Schmutzreste, tote Haare und Schuppen zu entfernen.
Generell sollte man das Afghanenfell niemals ganz trocken bürsten, sondern mit einer mit Wasser befüllten Sprühflasche benässen. Es gibt auch sehr gute Pflegesprays, um die Haarstruktur nicht zu beschädigen. Kleine Filzstellen lassen sich auch besser auskämmen.
Durch regelmäßiges Bürsten wird auch die Haut massiert. Diese Massage fördert die Durchblutung der Haut und stärkt die Abwehr gegen Infektionskrankheiten.
Jeder verantwortungsvolle Züchter wird Ihnen am Anfang bei der Fellpflege behilflich sein, damit sie es gleich richtig machen, denn nur ein ordentlicher gepflegter Hund fühlt sich auch rund um wohl und gesund
Man bezeichnet das Fell nicht umsonst als Spiegel der Seele. Ein glänzendes, sauberes Fell signalisiert auch beim Hund Gesundheit und Vitalität.


